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Zur Geschichte des Hotel OpdenSteinen an Hand alter Postkarten aus dem Stadtarchiv Goslar
Eine frühe Postkarte von 1928 von der Druckerei Stengel&Co G.m.b.H. Dresden“ zeigt unser Haus als Kaiserliches Postamt, damals noch mit Freitreppe, aber schon wie heute mit einem kleinen Vorplatz. Im Hintergrund erkennt man die bis heute erhaltene Stabkirche.
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Die ersten Pläne, die wir von unserem Haus in der Hand hielten, zeigen das Haus mit der Aufschrift "Post".
Neugierig geworden, wen dieses Haus über die Zeit seines Bestehens
beherbergt und wie sich sein Aussehen mit den Zeiten wohl gewandelt hat, haben wir in der Heimatstube in Hahnenklee und im Stadtarchiv Goslar recherchiert.
So stießen wir auf etliche Postkarten des Ortes, auf denen das Haus im spärlich bebauten Hahnenklee immer deutlich sichtbar war und auf einen Artikel von Heino Wohlert im Jahre 2006.
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Auch die Rückansicht zeigt das Haus, wie es heute noch inmitten des Ortes steht.
Eine romantisch in die Natur eingebundene Ansicht von Hahnenklee aus dem Blickwinkel der Kuttelbacher Teiche.
Eine weitere jüngere Ansicht aus den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts zeigt die Rückansicht unseres Hauses sowie den Straßenlauf zur Stabkirche hin - aufgenommen aus Richtung der Kuttelbacher Teiche.
Wie wir aus der Dokumentation "Eine Höhere Privatschule in Hahnenklee“ von Heino Wohlert herausfinden konnten, bemühte man sich zu dieser Zeit eine Höhere Schule in Hahnenklee anzusiedeln.
Dies drohte 1935 auf Grund zu geringer Schülerzahlen und damit schlechter Chancen für die Überlebensfähigkeit zu scheitern. Jedoch konnten die Verantwortlichen den Eigner und Leiter eines Pädagokikums im mitteldeutschen Zossen dazu bewegen, seine Schule nach Hahnenklee zu verlegen und die von der Post ungenutzten Räume für ihr Schulvorhaben zu nutzen.
Wann und warum der Schulbetrieb endete, lässt sich mangels Dokumente wohl nicht sagen, aber einiges deutet nach Heimo Wohlert auf die Schließung um die Zeit des Kriegsendes hin.
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Den entgegengesetzten Blick auf das Haus bietet eine Farbpostkarte, welche am 15.07.1921 geschrieben und registriert unter der Nummer 57397ebenfalls aus der Druckerei Stengl&Co“ stammt.
Zeigt sich auf der Bildseite Hahnenklee von seiner ländlichen Seite, so findet man auf der zu beschreibenden Seite den kleinen Reim:
"Es grüne die Tanne, es wachse der Erz, Gott schenke uns allen ein fröhliches Herz“ - der Hinweis auf den Bergbau in dieser Gegend.
(Die entsprechende Postkarte in Schwarz-Weiss um die gleiche Zeit kommentiert die Kuhherde:
Früh und spät den Ort entlang, zieht sie mit schönem Glockenklang, melodisch läutend, dumpf und helle, die Hahnenkleer Damenkapelle. Gar freudig rufen uns Ochs und Kuh ein herzliches willkommen zu.“)
Wer gerne weitere ortsgeschichtliche Erkundungen unternehmen möchte, ist in der ortsansässigen Heimatstube herzlich willkommen und kann an den Ortsführungen teilnehmen, die allwöchentlich (außer im November) angeboten werden.
Wir bedanken und herzlich bei der Heimatstube in Hahnenklee und dem Stadtarchiv Goslar für die Unterstützung bei der Recherche.
Abbildungen: Postkarten aus der Sammlung des Stadtarchivs Goslar
Zitate aus Stadtarchiv Goslar, Eine höhere Privatschule in Hahnenklee“ Heino Wohlert, überarbeitet,
Erstveröffentlichung: Frühlingsbote 1/06, Seniorenresidenz Hahnenklee
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Was nach dieser Zeit im ehemaligen Postgebäude untergebracht war oder wie es genutzt wurde, konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen.
Hahnenklee jedenfalls hat in den 50er, 60er und 70er Jahren einen Aufschwung als Kurort und damit verbunden einen großen Wandel erlebt, was sich heute noch an der Bebauung ablesen lässt.
Unser Haus, das zwischenzeitlich bekannt war als "Creativ Hotel Post", steht inzwischen nicht mehr so blickoffen.
Die einst wilde Landschaft hat ihr Gesicht gegen eine gepflegte Kuranlage und Promenadenbauten am Rande der Teiche eingetauscht. Wenn auch nicht mehr auf den ersten Blick von den Teichen zu erkennen, so steht das Haus doch würdig am Rathausplatz.
Den ehemals wohl zum Grundstück gehörenden Vorplatz prägt jetzt der Springbrunnen mit Hahnenklees Wahrzeichen und die Paul-Linke-Büste.